Vaisala K-PATENTS® Prozessrefraktometer PR-23-W/M

Vaisala K-PATENTS Saunders- und Teflon-Prozessrefraktometer PR-23-W und PR-23-M sind für die Messung der Flüssigkeitskonzentration und -dichte in chemisch aggressiven Lösungen und in hochreinen Feinchemikalien ausgelegt.

Das PR-23-W/M bietet hochpräzise Messtechnik in anspruchsvollen Prozesssteuerungsanwendungen, bei denen herkömmliche Dichtegeräte aufgrund von ungelösten Feststoffen oder Blasen im Prozessstrom Schwierigkeiten haben könnten. Das Messgerät wird direkt in das Prozessrohr oder den -behälter installiert und liefert ein kontinuierliches 4- bis 20-mA- oder digitales Messsignal für die Echtzeit-Prozesssteuerung.

Das Refraktometersystem besteht aus einem Saunders-Refraktometer PR-23-W oder Teflon-Refraktometer PR-23-M und einem  Anzeigemesswertgeber.

  • Das Saunders-Prozessrefraktometer PR-23-W ist für den Einsatz in der Großserienfertigung und in großen Rohrleitungen (Durchmesser 50, 80 oder 100 mm) konzipiert.

    Das PR-23-W wird mit einem Saunders-Ventilgehäuse (DIAPHRAGM) geliefert und kann entweder in ein vertikales oder horizontales Rohr montiert werden. Das Saunders-Gehäusematerial besteht aus Graphit-Grauguss, das eine massive mechanische Basis bietet, und die PFA-Auskleidung stellt die chemische Beständigkeit sicher. Die restlichen benetzten Teilematerialien des Sensors sind Teflon®, Saphir (Al2O3), Kalrez® und Spinell (MgAl2O4), die eine ausgezeichnete chemische und mechanische Beständigkeit bieten. Die Sensorabdeckung besteht aus Edelstahl AISI 316L.

  • Das Teflon-Prozessrefraktometer PR-23-M ist ein kompaktes Refraktometer für kleine Rohrgrößen. Es wird über ein G1/2-Zoll-Innengewinde oder einen 1/2-Zoll-NPT-Prozessanschluss mit dem Prozess verbunden und kann entweder in ein vertikales oder horizontales Rohr montiert werden. Das Refraktometer verfügt über eine integrierte Durchflusszelle, die verhindert, dass Metallteile und korrodierende Teile mit der Prozessflüssigkeit in Kontakt kommen. Alle benetzten Teile sind metallfrei und bestehen aus Materialien wie PTFE (Teflon®) oder PVDF (Kynar®). Dies sorgt für Korrosionsbeständigkeit.

Das Refraktometersystem bietet duale Konnektivität, d. h. ein Messwertgeber kann zwei Sensoren betreiben. Ein zweiter Sensor kann nachträglich problemlos integriert werden.

Der Messbereich umfasst 0 bis 100 % pro Gewicht. Die Genauigkeit beträgt typischerweise ±0,1 % pro Gewicht, und die Messung wird automatisch temperaturkompensiert. Alarme für niedrige und hohe Konzentrationen können konfiguriert werden. 

Jeder Sensor wird mit einem Kalibrierzertifikat geliefert, das eine Reihe von Standardflüssigkeiten mit der tatsächlichen Sensorausgabe vergleicht. Kalibrierung und Genauigkeit lassen sich vor Ort mit den zertifizierten Brechungsindexflüssigkeiten überprüfen.

Eigenschaften
Universelle Kalibrierung jedes Sensors: Alle Sensoren sind untereinander beliebig austauschbar.
Voller Messbereich des Brechungsindex (nD) 1,3200 bis 1,5300, was 0 bis 100 % pro Gewicht entspricht.
Duale Konnektivität: Ein Messwertgeber kann zwei Sensoren betreiben. Ein zweiter Sensor kann nachträglich problemlos integriert werden.
Vollständig digitales System: Partikel und Blasen beeinträchtigen weder Betrieb noch Genauigkeit.
CORE-Optik: keine Abweichungen, keine Neukalibrierung, keine mechanischen Justierungen.
Ethernet-Verbindung und Remotebedienfeld für Datenprotokollierung und Fernbetrieb.
Benetzte PR-23-W Sensorkomponenten: Teflon®, Saphir (Al2O3), Kalrez® und Spinell (MgAl2O4) weisen eine ausgezeichnete chemische und mechanische Beständigkeit auf. Benetzte PR-23-M Sensorkomponenten: Teflon® PTFE oder Kynar® PVDF (Polyvinylidenfluorid), Prismadichtung Teflon® PTFE, Prismasaphir, O-Ring Kalrez, Adapter Saphir
Prozesstemperaturbereich: −20 … +130 °C
Schnelle Prozesstemperaturmessung durch eingebauten Pt1000 und automatische Temperaturkompensation.
Einfache Kalibrierüberprüfung mit Standard-Brechungsindexflüssigkeiten und einem integrierten Überprüfungsverfahren am Kundenstandort. Einfache Kalibrierüberprüfung mit Standard-Brechungsindexflüssigkeiten und einem integrierten Überprüfungsverfahren am Kundenstandort.
ATEX-Zulassung für Zone II, Gebietsklassifizierung EX II 3 G EEx nA II T4.
ATEX-Zulassung für Zonen 0 und 1, Gebietsklassifizierung ATEX II 1G Ex ia IIC T4 (nur eigensicheres PR-23-W-IA oder PR-23-M-IA mit STR Messwertgeber für einen Sensor).
FM-Zulassung für Klasse I, Div. 2, Gruppen A, B, C und D, T6.
CSA-Zertifizierung für Klasse I, Div. 2, Gruppen A, B, C und D, T4.
cCSAus-Zertifizierung für elektrische Sicherheit, Sensor: Klasse I, Verunreinigungsgrad 3; Messwertgeber: Klasse I, Verunreinigungsgrad 2; Installationskategorie II.
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Hauptvorteile

Für raue Umgebungen konzipiert
Im Vaisala K-PATENTS Prozessrefraktometer PR-23-W/M werden fortschrittliche CCD-Kameratechnologie mit ausgezeichneter chemischer Beständigkeit für die Großserienfertigung und kleine Rohrgrößen kombiniert. Die Sensoren sind für anspruchsvolle Prozessbedingungen, hohe Temperaturen, Druck und Vibrationen ausgelegt.
Einfach und kostengünstig zu montieren und zu betreiben
Das Prozessrefraktometer PR-23-W/M wird in der Hauptverarbeitungsleitung oder -umgehungsleitung über ein Saunders-Ventil oder Teflongehäuse montiert.

Das PR-23-W/M umfasst eine Ethernet-basierte Kommunikationslösung, die den Anschluss an Computernetzwerke und an das Internet ermöglicht. Über diese Schnittstelle können Echtzeit-Messdaten und Diagnoseinformationen abgerufen werden. Dadurch ist es auch ein wertvolles Servicetool für Parameteränderungen und Softwareupdates.

Das Refraktometer hat keine Lampen oder beweglichen Teile, die eine regelmäßige Wartung oder Neukalibrierung erfordern würden. Benutzer*innen können es einfach „installieren und vergessen“ und erreichen so niedrige Gesamtbetriebskosten.
Genau und zuverlässig
Die Messung mit dem K-PATENTS Prozessrefraktometer PR-23-W/M basiert auf einer einzigartigen Technologie. Dabei kommen Halbleiteroptik und eine CCD-Kamera zum Einsatz, um eine digitale Messung des Brechungsindex bereitzustellen. Die Messgenauigkeit beträgt ±0,0002 RI (entspricht ±0,1 % pro Gewicht).

Aufgrund der digitalen Sensortechnik beeinflussen selbst große Mengen an Schwebstoffen, Blasen oder Farbveränderungen weder die Messung noch die Genauigkeit.