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Wie wir es geschafft haben: MGP261 – Innovation für eine nachhaltigere Zukunft

Biogasteam von Vaisala – ein unterhaltsamer Tag auf dem Meer
Biogas

Es ist keine leichte Aufgabe, ein marktveränderndes und preisgekröntes Produkt zu entwickeln. Es erfordert viel Engagement und vor allem eine Vision der Veränderung, die herbeigeführt werden soll.

Im Jahr 2016 suchte Vaisala, als Firma bei Messungen in Bezug auf Energie und Nachhaltigkeit bereits etabliert, nach einer Möglichkeit, das größte Problem bei der Biogaserzeugung zu lösen: Ineffizienz – weil es kaum eine Chance gibt, erneuerbare Energien in großem Umfang einzusetzen, wenn sie nicht rentabel sind. Und genau darauf konzentriert sich das Biogasteam von Vaisala.

Zielsetzung: Einen etablierten Messmarkt revolutionieren

Ziel war es immer, Biogaserzeugung zu optimieren, ihre wesentlichen Ineffizienzen zu beseitigen und so dazu beizutragen, dass sie tatsächlich wirtschaftlich wird.

Wie wäre es mit einem Messgerät, das klein genug ist, um in Ihre Hand zu passen, anstelle eines riesigen montierten Wandschranks? Das haben wir unsere Kund*innen gefragt. Die Antwort ist offensichtlich ja, aber die Entwicklung eines kompakten Produkts war nur eines der Ziele“, erzählt Antti Heikkilä, Produktmanager für Vaisala MGP2621.

Kompaktheit ermöglicht eine einfachere Montage in engstem Raum, einen geringeren Stromverbrauch und viele andere Vorteile  – aber wir wollten das Gasanalyseverfahren vollständig revolutionieren. Anstatt einen komplexen und sperrigen Konditionierungsschrank und abweichungsanfällige Sensoren zu verwenden, die häufige Kalibrierprüfungen mit Referenzgasen erfordern, dachten wir an eine komplette In-situ-Lösung“, ergänzt Otto Tierto, R&D Project Manager von Vaisala für die MGP261.

Von der Idee zum eng verbundenen  Traumteam

Vaisala hatte zuvor das technologische Wissen aufgebaut,  verschiedene Gase mit Infrarotlicht zu messen. Die Umstellung auf Methan, die Schlüsselkomponente im Biogas, war ein logischer Weg, um fortzufahren. Tatsächlich wurden Machbarkeitsstudien bereits während der Produktkonzeption Ende 2016 als Prototypen erstellt und in Auftrag  gegeben.

Alles in allem hat die Entwicklung der Vaisala MGP261 gezeigt, dass ein agiles Team mit nur 25 Personen in einem strafen Zeitplan Wunder wirken kann.  Neben einem engagierten F&E-Team aus Wissenschaftler*innen und Ingenieur*innen waren drei Promotionsstudent*innen, die an ihrer Masterarbeit arbeiteten, sowie eine Person, die an ihrer Bachelorarbeit arbeitete, beteiligt.

Biogas team on site

Kooperation und schnelle Entwicklung

Erfolgreiche Entwicklung kann nicht in einem Vakuum stattfinden, und daher strebte das Team stets eine enge Zusammenarbeit mit den Kund*innen an. In der Tat ging es  bei der Entwicklungsarbeit vor allem darum, gemeinsam mit Kund*innen durch Experimente zu lernen. Darüber hinaus führte das Team Dutzende von Kundeninterviews auf der ganzen Welt durch, um den Lernprozess  voranzutreiben.

Dazu kommentiert Antti Heikkilä: „Es ist die unternehmerische Denkweise. Die ersten Pilotprojekte wurden nur 24 Monate nach den ersten Machbarkeitsstudien bei Kund*innen vor Ort in realen Biogaserzeugungsumgebungen umgesetzt.

Jutta Hakkarainen, Business Development Director für Biogas, kommt zu dem Schluss: „Wenn es ein Wort gibt, das beschreibt, was das Projekt vorangetrieben hat, wäre es Lernen. Das ist das Team von Vaisala. Wir waren ständig darum bemüht, mit einer völlig neuen Lösung ins Rennen zu gehen. Von der Ermittlung der Marktchancen und des Wachstumspotenzials von Biogas selbst  bis hin zur Realisierung der Machbarkeitsstudie und Steuerung unseres Messgeräts, es ging fortwährend um den Lernprozess. Jeden  Tag. für alle im Team.

Die MGP261 wurde im Januar 2019, etwas mehr als zwei Jahre nach dem Start, der Öffentlichkeit vorgestellt.  Gemessen an der Kundenakzeptanz hat sich die Lösung mehr als bewährt. Ihre Marktposition wird weltweit weiterhin gestärkt, und sie erhält sogar Auszeichnungen.

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