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Abfallentsorgungszentrum Ämmässuo begrüßt anwendungsfreundliches Biogas-Messgerät von Vaisala

Sauli Kopalainen überwacht das Abfallentsorgungszentrum Ämmässuo.
Finland
Biogas

Die Helsinki Region Environmental Services Authority (HSY) ist eine Stadtbehörde, die sich in der Region von Helsinki um die Wasserversorgung, um Informationsdienstleistungen zum Thema regionaler Umweltschutz und um die Abfallentsorgung kümmert. In ihrem Abfallentsorgungszentrum Ämmässuo in Espoo organisiert die HSY die Entsorgung des städtischen Abfalls und den Weitertransport zur Mülldeponie sowie die Aufbereitung von Bioabfällen für die Produktion von Biogas und Kompost. Ämmässuo ist das größte Abfallentsorgungszentrum Finnlands und gehört zu den größten Abfallentsorgungszentren Europas. Es wird gemäß einem Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 betrieben.

Als Vorreiter auf diesem Gebiet hat die HSY ihre Abfallentsorgungsverfahren von Anfang an beständig weiterentwi- ckelt. Eine neue Kompostierungsan- lage wurde 2007 fertiggestellt und ein Gaskraftwerk, eine der größten Verwertungsanlagen für Deponiegas in Europa, nahm 2010 den Betrieb auf. Des Weiteren wurde 2015 eine Biogasanlage gebaut. Die Aufberei- tungskapazität für Bioabfall beträgt ca. 60.000 Tonnen pro Jahr, wovon etwa die Hälfte in der Biogasanlage aufbereitet wird. Die Mitarbeitenden überwachen die Umweltauswirkungen sorgfältig, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Prozessoptimierung

Der Betriebsingenieur Sauli Kopalainen entwickelt das Abfallent- sorgungszentrum Ämmässuo bereits seit 2000 weiter. 

„Die Vielfalt bei meiner Arbeit und die Möglichkeit, ganz vorn mit dabei zu sein und zusammen mit meinen Kollegen die neuesten Technologien zu steuern und zu implementieren, macht die Arbeit interessant“, sagt Kopalainen.

Kein Wunder, dass das Zentrum schon viel erreicht hat und viele erfolgreiche Projekte durchgeführt wurden. Während das Zentrum über die Jahre immer mehr wuchs, gehörte es zu den größten Herausforderungen, mit einer begrenzten Menge an Mitarbeitenden mehrere Prozesse gleichzeitig zu überwachen und zu warten. Zu den Zuständigkeiten des Teams in Ämmässuo gehört die Überwachung der Menge an Strom und Wärme, des Gasenergiegehalts und der Effizienz der Biogasanlage, um diese Mengen regelmäßig der Energiebehörde, Finnlands nationaler Behörde für Emissionshandel, zu melden und eine Netzeinspeisungsvergütung erhalten zu können. Es ist entscheidend, das Verfahren zu optimieren, um die größtmögliche Menge an Methan zu produzieren, und dass die Messungen korrekt sind. Um von der Energiebe- hörde die Netzeinspeisungsvergütung für produzierten Strom und eine Prämie für wiedergewonnene Energie in Form von Wärme zu bekommen, muss die Gesamteffizienz der Bio- gasanlage bei Anlagen, die mehr als 1 MW Energie produzieren, über 75 % betragen (über 50 % bei kleineren Anlagen). Das bedeutet, dass das Gaskraftwerk Zehntausende von Euros in nur wenigen Monaten verlieren kann, wenn die Messdaten, verglichen mit der tatsächlichen Menge an Methan, falsche Werte enthalten. Daher ist es entscheidend, dass das Verfahren optimal funktioniert und die Messungen genau und stabil sind, mit minimalem Bedarf an Kalibrierung und Wartung.
 

Herausforderungen der Lösungsfindung

In der Regel benötigt der Betrieb der Gasanalysegeräte sehr viel Zeit. Das kommt daher, weil die Analysegeräte Stichproben und zusätzliche Arbeit erfordern. Sie müssen außerdem regelmäßig gewartet werden, was sehr teuer ist. Das Multi-Gasmessgerät MGP261 von Vaisala erregte Kopalainens Aufmerksamkeit, weil es viele der Probleme löste, mit denen er und seine Mitarbeitenden bisher zu kämp- fen hatten. Kopalainen nahm das Gerät in Gebrauch um einerseits genaue Messungen durchzuführen, anderer- seits, um die Prozesskontrolle ganz allgemein wirksamer zu gestalten.
 

„Die kleine Größe des Geräts spielt eine große Rolle, da es dadurch leicht zu installieren und zu handhaben ist. Die Situation ist ideal, denn ich muss das Gerät noch nicht einmal berühren“, sagt Kopalainen.

Hinzu kommt, dass die langen Wartungsinterwalle es ermöglichen, Daten zu sammeln, ohne sich um wartungsbedingte Unterbrechungen oder böse Überraschungen während des Verfahrens sorgen zu müssen.

Vaisalas Ex-zertifiziertes MGP261 überträgt genaue Methandaten sowie Kohlendioxid- und Feuchtigkeitsdaten direkt aus der Biogasleitung. Die Feuchtigkeitsdaten ermöglichen es, das Gas nötigenfalls zu trocknen. Die Messung von Kohlendioxid ist auch wichtig: 

„Die Messung von CO2 ist mit Blick auf die Umwelt nützlich, um die Mengen zu kennen, und es ist zudem für die Umweltgenehmigung notwendig“, sagt Kopalainen.

Das Ziel der HSY ist die Bereitstellung von verantwortungsvollen, wirksamen und sich weiterentwickelnden Dienst- leistungen für den Bedarf der wachsen- den Bevölkerung – zum Vorteil sowohl der Einwohner*innen als auch der Umwelt. Diese Aufgabe stimmt mit den Zielen Vaisalas überein, besonders im Hinblick auf die Orientierung hin zu einer nachhaltigen Zukunft durch die Unterstützung der Kreislaufwirtschaft.

Mehr über Vaisala MGP261 Sonde erfahren.

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