Fachartikel
Warum langfristige Genauigkeit bei der Sensorauswahl für Rechenzentren wichtig ist
Mit vergleichsweise geringen Investitionskosten können HLK-Sensoren einen deutlichen Unterschied beim Energieverbrauch und der Energieeffizienz (Power Usage Effectiveness, PUE) eines Rechenzentrums bewirken. In den Datenblättern von Sensoren können ähnliche Genauigkeitswerte angegeben werden, aber diese Zahlen sagen nichts darüber aus, wie genau die Sensoren nach fünf oder sogar zehn Jahren noch sind. Manche Sensoren zeigen eine schnelle oder erhebliche Abweichung, während andere durch ausgezeichnete Stabilität überzeugen und ihre Genauigkeit dauerhaft bewahren.
Genaue Messungen sind entscheidend
Rechenzentren sind unglaublich energieintensiv, daher führen selbst geringe Reduzierungen des Energieverbrauchs zu großen Einsparungen. Präzise und zuverlässige Sensoren ermöglichen Messungen für das Steuerungssystem und sind deshalb unerlässlich, um sicherzustellen, dass das Gebäude weder über- oder untergekühlt noch über- oder unterheizt wird. Dadurch wird der Energieverbrauch optimiert und gleichzeitig die IT-Ausrüstung vor Schäden und kostspieligen Ausfallzeiten geschützt. Die Steuerung Ihrer HLK-Systeme und -Prozesse ist nur so genau wie Ihre Messungen – wenn Sie genau messen, können Sie auch genau steuern.
Genaue Messungen können Ihnen auch dabei helfen, eine bessere Raumluftqualität zu erreichen und so die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter*innen zu verbessern und die Nachhaltigkeit Ihrer Betriebsabläufe zu steigern. Die Bedingungen in Ihrer gesamten Einrichtung können variieren, daher müssen die Sensoren auch unter wechselnden oder extremen Bedingungen präzise funktionieren. Beim Kauf von Sensoren geben die Datenblätter einen Genauigkeitsgrad an, den man mit ähnlichen Produkten vergleichen kann. Diese Datenblätter geben jedoch keine Auskunft über die Stabilität im Laufe der Zeit. Eine Abweichung bei Sensoren ist normal, es gibt jedoch große Unterschiede darin, wie schnell und wie stark diese Abweichung ist. Manche Produkte werden auch in zehn Jahren noch präzise sein, während andere schon nahezu sofort eine Abweichung zeigen.
Die Risiken ungenauer Sensoren
Ein Sensor geringerer Qualität kann schneller ausfallen und muss dann gewartet oder sogar ausgetauscht werden. Ein noch schwerwiegenderes Risiko besteht darin, dass der Sensor möglicherweise eine Abweichung aufweist und ungenau funktioniert, ohne dass Sie es überhaupt bemerken. Eine Abweichung bedeutet, dass die Messung keine gültige Eingangsgröße mehr für das Steuerungssystem darstellt. Dies ist oft schwer zu erkennen, es sei denn, es gibt sichtbare Folgen, wie zum Beispiel Schäden an Geräten, weil die optimalen Bedingungen nicht sichergestellt wurden. Im Fall von Rechenzentren könnte das auch bedeuten, dass die Energieeffizienz nicht optimal ist. Die Energiekosten könnten zu hoch sein, was nicht leicht zu erkennen ist. Die Wahl eines stabilen, präzisen Sensors bedeutet, dass Sie den Messungen langfristig vertrauen können, um bestmögliche Eingangsdaten für Ihr Steuerungssystem bereitzustellen. So lassen sich optimale Raumbedingungen zuverlässig sicherstellen.
Rechenzentren verbrauchen mehr als 1 bis 2 % des weltweiten Energieverbrauchs, und bis zu 40 % davon werden für Kühlung und Klimatisierung benötigt. Genaue HLK-Messungen können den Verbrauch senken, während ungenaue Messungen ihn erhöhen können. Beispielsweise können fälschlicherweise zu hohe Temperaturmesswerte bedeuten, dass zu stark gekühlt wird. Das bedeutet, dass Sie mehr Energie verbrauchen als nötig und dadurch unnötig hohe CO2-Emissionen verursachen. Wenn die Messwerte fälschlicherweise zu niedrig sind, wird möglicherweise nicht ausreichend gekühlt, was das Risiko von Serverstörungen erhöht und die Lebensdauer der Server verkürzen kann. Ebenso kann zu trockene Luft Kurzschlüsse in IT-Geräten verursachen, während zu hohe Feuchte zu Schäden durch Kondensation führen kann. Obwohl die Toleranzen erhöht wurden, können die Folgen ungenauer Messungen und unzuverlässiger Gebäudesysteme immer noch dramatisch sein.
Schon geringe Ungenauigkeiten verursachen große Kosten
Vaisala führte eine Fallstudie durch, um zu simulieren, wie viel mehr Energie verbraucht würde, wenn es eine Messabweichung von nur einem Grad gäbe, was zu einer zu starken Kühlung führen würde. Die Ergebnisse zeigten, dass ein Fehler von einem Grad den Energieverbrauch um mehr als 8,5 % erhöht. Angesichts der Größe von Rechenzentren und unter der Annahme, dass dieselbe Abweichung über ein Jahrzehnt hinweg auftritt, führt dieser scheinbar geringe Fehler zu mehreren Millionen Euro an zusätzlichen Kosten. Da bekannt ist, dass bei allen Sensoren im Laufe der Zeit eine Abweichung auftritt – bei einigen schnell oder erheblich, während andere durch hervorragende Stabilität überzeugen –, muss diese Abweichung als reales Risiko betrachtet werden.
Neben finanziellen Einsparungen und Nachhaltigkeitsüberlegungen muss auch die Betriebszeit berücksichtigt werden. In diesem Geschäftsbereich dürfen die Server nicht unnötigerweise ausfallen. Eine Betriebszeit von 99,999 %, wie sie viele hochmoderne Rechenzentren versprechen möchten, bedeutet lediglich fünf Minuten Ausfallzeit pro Jahr. Je höher die Stufe des Rechenzentrums, desto katastrophaler sind die Folgen eines unkontrollierten Ausfalls.
In langfristiges Denken investieren
Je kritischer das Gebäude, desto wichtiger sind die Sensoren. Die Reduzierung der Gesamtbetriebskosten unterscheidet sich von der Minimierung der Investitionskosten. Hochwertige Sensoren haben eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren. Daher lohnt es sich, beim Produktkauf darauf zu achten, dass es die Genauigkeit über die Zeit sichergestellt und für eine mühelose Kalibrierung und Wartung ausgelegt ist. Dies trägt dazu bei, einen optimalen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten, Energie zu sparen und eine bessere Energieeffizienz (PUE) zu erreichen.
Günstigere Sensoren erfordern mehr Wartung und müssen häufiger ausgetauscht werden, aber die unsichtbare Gefahr besteht darin, dass unerkannte Abweichungen auftreten können, was zu suboptimalen Raumbedingungen und schlechter Energieeffizienz führt. Es ist klüger, langfristig über den Sensorlebenszyklus zu denken und die Gesamtbetriebskosten nachzuvollziehen und zu vergleichen – wenn es um die Stabilität der Messung geht, sind die Gerätekosten vergleichsweise nur ein kleiner Teil des Gesamtbilds. Wenn Sie zuverlässige, hochwertige Sensoren wählen, die ihre Genauigkeit langfristig beibehalten, ist das ein echter Mehrwert über die gesamte Produktlebensdauer.
Wenn Sie in der Rechenzentrumsbranche tätig sind und mehr über die Bedeutung langfristiger Genauigkeit bei der Sensorauswahl erfahren möchten, kontaktieren Sie uns, um die Möglichkeiten weiter zu besprechen.
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