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F&A-Video: Anleitung zur Platzierung von Lagermappingsensoren

Sensorplatzierung in Lagermappingstudie
Life-Science

Im Folgenden finden Sie ein bearbeitetes Transkript dieses Videos. Hier ist eine weitere kurze F&A-Videositzung aus unserem Lagermapping-Webinar. In diesem Webinar schlagen wir eine kostengünstige Möglichkeit vor, ein kontinuierliches Mapping für Ihre Lagerräume durchzuführen. Paul Daniel, Senior Regulatory Expert, beantwortet Fragen, für die wir während des Webinars keine Zeit hatten. Viel Vergnügen, und zögern Sie nicht, weitere Kommentare unten zu hinterlassen.

[00:00:06] Guten Tag, und willkommen zu einem weiteren F&A-Video mit Paul Daniel, Senior Regulatory Expert bei Vaisala. Heute werden wir einige der Fragen aus unserem Webinar „Kontinuierliches Mapping: Mehr Compliance durch bessere Daten“ behandeln.

[00:00:30] Unser Fokus in diesem Webinar lag auf das Lagermapping. Wir sind sehr dankbar, dass mehr als 200 Personen an diesem Webinar teilgenommen haben, aber wir hatten nicht die Möglichkeit, alle Fragen zu beantworten. Also machen wir es heute. *Siehe ein früheres F&A-Video aus diesem Webinar.

[00:00:54] Erste Frage: „Warum die Sensoren vertikal übereinander platzieren? Und kann ich 2er-Blöcke verwenden, wenn der Raum nicht sehr hoch ist?“

[00:01:04] Paul Daniel: Im Webinar habe ich empfohlen, mit 3er-Blöcken zu beginnen. Das ist ein Sensorblock mit je einem Sensor unten, in der Mitte und oben, die dann im Lager verteilt werden. Diese Person möchte wissen, warum wir Sensoren vertikal platzieren sollen und ob wir auch kleinere Blöcke [in Mappingstudien] einsetzen können. Das ist eine perfekte Frage für ein Gedankenexperiment. Wir haben nur drei Möglichkeiten, wenn es um die Platzierung von Sensoren geht. Erste Option: Sie verteilen die Sensoren zufällig im gesamten Lager. Ich finde das amüsant, aber ich garantiere, dass Ihre Qualitätsabteilung es anders sieht.

Zweite Option: Wir platzieren Sensoren nur an Stellen, von denen wir glauben, dass sie interessante Daten liefern. Auch das klingt amüsant, aber das wird nicht gut genug sein. Schließlich Option drei: Wir verteilen die Sensoren gleichmäßig und geometrisch im gesamten Lager über den gesamten Raum.

So unterhaltsam es auch klingt, niemand macht zufällige [Sensorplatzierungen in einem] Mapping. Wir führen ein Mapping mit gleichmäßig verteilten Sensoren durch. Das ist Option drei, und gelegentlich setzen wir zusätzliche Sensoren an interessanten Stellen ein. Wenn Sie Sensoren gleichmäßig im Raum verteilen, geometrisch verteilt, werden Sie unweigerlich Blöcke haben, da Räume in der Regel quadratisch sind. Mit einem Sensor in einer oberen Ecke und einem in einer unteren Ecke müssen Sie also automatisch Sensoren blockweise platzieren.

[00:02:23] Sehen wir uns die Anleitung an. USP Chapter 1079 Good Distribution Practices besagt, dass  Sensoren in drei Ebenen in drei Dimensionen platziert werden sollen.

Eine Temperaturmappingstudie sollte so ausgearbeitet sein, um die Temperaturgleichmäßigkeit und -stabilität über die Zeit zu bewerten und einen dreidimensionalen Raum abzudecken. Das Ausfüllen eines dreidimensionalen Temperaturprofils sollte erreicht werden, indem Punkte in mindestens drei Dimensionsebenen in jeder Richtung/Achse gemessen werden – von oben nach unten, von links nach rechts, von vorne nach hinten, wo das Produkt vorhanden sein wird.

Das ist eine verwirrende Art, von 3er-Blöcken zu sprechen. Die einzige Möglichkeit, diese Kriterien zu erfüllen, besteht darin, drei übereinander angeordnete Sensorblöcke zu verwenden. Wenn Sie nicht über einen Block von mindestens drei Sensoren verfügen, können Sie diese Anforderung nicht erfüllen.

Eine weitere Orientierungsquelle hierfür ist die WHO, die Weltgesundheitsorganisation: „Temperature mapping of storage areas, Technical supplement to WHO Technical Report Series, No. 961, 2011“. Die WHO empfiehlt außerdem 3er-Blöcke von Sensoren, wenn die Raumdecke weniger als 3,6 m beträgt. Sie schlagen bis zu fünf Sensoren in blockweiser Platzierung vor, wenn die Raumdecke 6 m oder mehr beträgt. Ich denke, 5er-Blöcke von Sensoren sind zu viel des Guten, ein sogenannter „Overkill“. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so viele Sensoren in einem kontrollierten Raum verwendet. Für ein Lager empfehle ich generell 3er-Blöcke. Für unseren Fragesteller: Wenn die Raumdecke niedrig ist, sagen wir weniger als 2,5 m, dann platzieren Sie die Sensoren in 2er-Blöcken.

[00:03:28] Nächste Frage: „Welcher seitliche Abstand zwischen Blöcken ist angemessen? Sie sagten 20 m maximale seitliche Entfernung. Woher kommt diese Zahl?“

[00:03:52] Paul Daniel: Im Webinar habe ich einen Abstand von 20 m seitlich (seitwärts) zwischen diesen 3er-Blöcken empfohlen. Ich habe noch keine Anleitung oder Vorschrift gefunden, die uns eine bestimmte Zahl für die Platzierung solcher Sensoren vorgibt. Sie existiert einfach nicht. Diese 20-Meter-Grenze ist nur eine Faustregel, die ich mir überlegt habe, und sie basiert ausschließlich auf meinen eigenen Erfahrungen und meinem Lagermapping. In der Praxis funktioniert es. Dieser Abstand vermittelt den meisten Personen, einschließlich Prüfer*innen, ein angemessenes Vertrauen. Aber er erreicht nicht den Punkt des „Overkills“, an dem wir das Gefühl haben, dass sich zu viele Sensoren im Raum befinden.

Denken Sie daran, dass 20 m [seitlicher Abstand] für Umgebungslager gelten. Manchmal führen wir Mappings für extremere Umgebungen durch, z. B. große Kühl- und Gefrierräume. Für diese würde ich die Entfernung auf 8 m verringern. Es ist eine Art gleitende Skala, die durch die Größe des Raums, die Temperaturdynamik, das gelagerte Produkt und die Daten, die wir aus Mappingstudien erhalten, bestimmt wird. Aber für ein Lager, in dem Umgebungsprodukte gelagert werden, habe ich festgestellt, dass 20 m ein guter maximaler seitlicher Abstand zwischen Blöcken von Mappingsensoren darstellen. Angesichts der Vielzahl von Grundrissen, auf die Sie möglicherweise stoßen, sollte auch dieser Parameter an die jeweilige Situation angepasst werden.

[00:05:08] Dritte Frage: „Wie viele Mappingsensoren für einen Raum von 3 x 3 m? Gibt es eine Richtlinie, die wir als Referenz verwenden können?“

[00:05:33] Paul Daniel: Ja, dafür haben wir tatsächlich eine gute Anleitung. Die Schwelle ist nicht so sehr der Grundriss, aber der Rauminhalt und die Rauminhaltsschwelle, die wir berücksichtigen müssen, betragen 20 m3 Rauminhalt, sodass ein Raum von 3 x 3 m wahrscheinlich genau dort bei einer Grenze von 20 m3 liegt. Jeder rechteckige Ort mit einem Rauminhalt von weniger als 20 m3 benötigt 16 Sensoren, wobei ein Sensor in der Mitte und ein Sensor in jeder Ecke platziert wird. Da es acht Ecken gibt, haben wir insgesamt neun. Dann würden wir einen Sensor in die Mitte jeder Wand setzen. Ein Raum hat sechs Wände, und das erfordert sechs Sensoren. Das sind bisher 15. Den letzten Sensor, Nummer 16, würden wir neben der Steuerzentrale platzieren. Der „Good Practice Guide for Controlled Temperature Chambers“ von ISPE gibt einen Überblick über diese Sensorplatzierung.

Ein Webinar zu diesem Thema finden Sie unter: „Mapping leicht gemacht

Comment

Ana Yagudaev

Oct 1, 2020
Hi Paul
Is it practical to use the sacks of three sensors spaced 20 m apart laterally in the big warehouses?
We have a warehouse 350' X 250' x 25 with 40 double-sided racks.
We used 75 sensors to map it, alternating the staking every other rack. One rack, we used double staking: low and top of each end of the rack, and next rack we position the sensor in the geometrical middle of the rack. Also, we placed sensors on the racks affected by HVAC discharge. Do you consider it is acceptable?
How many sensors will you think we will need to perform three-stack mapping?

Paul Daniel

Oct 5, 2020
Hi Ana. I think your approach is practical and acceptable. It aligns with my advice which is based on guidance and personal experience. I recommend 3-stacks as only place to start, as it will satisfy many, but I personally think this is overkill. This is why I present the strategy to “remove alternating sensors” based off the ISPE diagrams. The end result of this practice, is to have sensor rows that alternate from double stacks (hi-low) to single sensors (middle) all the way down each row. If you want to send me a diagram of your facility, I could give you a more specific answer.

Gerry Gutierrez

Oct 1, 2020
Paul, the updated "Temperature mapping of storage areas Technical supplement to WHO Technical Report Series, No. 961, 2015" does have the 20 to 30 meters between sensors for large warehouses. Great video on Q&A from previous webinar.

Best Regards

Gerry

Paul Daniel

Oct 5, 2020
Thanks, Gerry! This is a great reminder to read documents carefully. The WHO document, in the main section, recommends locating mapping sensors “…every 5-10 metres” and thi sis followed by a footnote. In this case the footnote is EXTREMELY important, as it says at the bottom of that page “ “In very large facilities, this can be up to 20 or 30 metres.” For the examples in the webinar, we were dealing with a 4000 square meter facility, which I would say qualifies as a very large facility. Now we have a documented source for the 20 meter recommendation. And you may note, they even allow up to 30 meters!

Marius

Oct 6, 2020
Paul, According to a "large warehouse" situation. From which size does the warehouse becomes "large"?

Paul Daniel

Oct 17, 2020
I don’t have a well-defined definition for large. There is no regulation or guidance that will clearly define the correlation between the size of a storage area, and the resulting sensor densities required for mapping. The ISPE did it for small chambers, but their guidance doesn’t cover spaces over 20 cubic meters total volume, so that doesn’t help us with warehouses.

But just for fun, let’s unpack this concept. Maybe, we should drop the word “warehouse” here, because that already implies a large size space. Let’s just call them “storage areas”, which is what WHO calls them in the title of Supplement 8. Technically, we could call a warehouse a large storage area that is dedicated to managing incoming and outgoing goods. If the WHO basic guidance is telling us to place our sensors stacks 5-10 meters apart, then maybe we can guess the starting size for applying this guidance? Our smallest size area, with three stacks of sensors down each side, at 5m apart, would give us a space that was 10m on a side, or 100 square meters. Maybe we could call this a SMALL storage area?

Let’s say we have a space that is big enough to move our sensors stack to 10 m apart, and we have 4 stacks down each side… Now we have a space that is 30m on each side, or 900 square meters. Maybe we could call this MEDIUM storage area?

As I hope you can tell, I am just trying to extrapolate from the little information we have. In other words, I am making it up with some informed guesses. There are no exact numbers in any of this, as we don't get this information detailed for us in the guidance. I think the best we can do is apply a standard of reasonable confidence. Reason is logic. So all mappers should ask themselves, at what density of sensors will it be logical for me to have confidence that I am collecting data with enough resolution to understand the temperature dynamics of the warehouse space?

I am sort of saying that it might not be worth it to worry about whether your warehouse is large or small. Just ask yourself if sensors placed 10m apart will accurately represent the space being mapped? Are you confident you won’t miss a hot spot? If your answer is yes, move the sensors to 15m apart and ask yourself the same question. Repeat until you find that point of logical confidence.

Also, there are some logistics of warehouse mapping to be considered. Mapping sensors need to be attached to something, and usually it is racks and support columns. Your choices of sensor location will often simply be predicated by the location of the existing racks and columns. So you simply pick a density of sensors that aligns with the available areas (racks and columns) to place sensors.

And don’t worry about getting it wrong. Auditors would rather see a mapping that can be improved, than see no mapping at all.

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