Fachartikel

Warum die Betriebszeit von Rechenzentren von der Messzuverlässigkeit abhängt

Services für Rechenzentren
David Murray
David Murray
Leitender Vertriebsmanager, kritische Gebäude
Vaisala
Gebäude- und Raumluftqualität Rechenzentren Industrielle Messungen Lifecycle services

 

Moderne Rechenzentren betreiben die Cloud-Services, KI-Anwendungen und die digitale Infrastruktur, auf die Unternehmen und Gesellschaften angewiesen sind. Mit der zunehmenden Inbetriebnahme von Hyperscale- und Colocation-Einrichtungen stehen Betreiber unter zunehmendem Druck, Ausfälle zu minimieren und ihre SLA-Verpflichtungen hinsichtlich der Verfügbarkeit zu erfüllen. 

Das Wachstum von Rechenzentren erhöht den Druck auf zuverlässige Messungen.

KI-Anwendungen, Cloud-Infrastruktur und digitale Services treiben die globale Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten weiter an.

Da Hyperscale- und Colocation-Rechenzentren immer größere Datenmengen verarbeiten, steigen die finanziellen Risiken im Zusammenhang mit Ausfallzeiten. Um zuverlässige Bedingungen für Mieter zu gewährleisten und SLA-Verpflichtungen zu erfüllen, benötigen Betreiber exakte Daten zu wichtigen Parametern wie Temperatur und Feuchte, um die Umgebungsbedingungen im Rechenzentrum zu überwachen. Mit der Erweiterung der Anlagen stehen Betreiber unter wachsendem Druck, die Messgenauigkeit in komplexen Umgebungen sicherzustellen.

Die Bedeutung präziser Messungen für den Betrieb von Rechenzentren

Genaue Messungen sind entscheidend, um optimale Bedingungen für IT-Geräte aufrechtzuerhalten. Temperaturmessungen bestätigen beispielsweise, dass Kühlsysteme korrekt funktionieren und geeignete Umgebungsbedingungen aufrechterhalten. 

Die Messgenauigkeit bildet zudem die Grundlage für den Nachweis, die physische Rechenzentrumsbedingungen mit der vertraglichen Service-Level-Performance verbindet. Ohne zuverlässige Daten laufen Betreiber Gefahr, nicht belegen zu können, dass die SLA-Bedingungen erfüllt wurden.

Für Kunden von Rechenzentren können schon wenige Minuten Ausfallzeit zu erheblichen Einnahmeverlusten und Reputationsschäden führen. SLAs zwischen Rechenzentrumsbetreibern und ihren Kunden spezifizieren typischerweise Anforderungen an Verfügbarkeit, Umgebungsbedingungen und Serviceleistung. Zuverlässige und regelmäßig kalibrierte Sensoren liefern die nachweisbaren Daten, die benötigt werden, um vereinbarte Messgrenzen zu überwachen und die SLA-Überprüfung, Berichte für Mieter, Audits oder andere Inspektionen zu unterstützen.

Aus Effizienzsicht helfen genaue Temperatur- und Feuchtedaten den HLK-Steuerungssystemen, die Kühlung und Klimatisierung präziser anzupassen. Eine präzise Anpassung hilft, sowohl Energiekosten als auch CO₂-Emissionen zu senken. Zu hohe, ungenaue Temperaturmesswerte können zu Überkühlung führen, was übermäßigen Energieverbrauch und erhöhte Emissionen zur Folge hat. Zu niedrige, ungenaue Temperaturmesswerte können dagegen zu unzureichender Kühlung führen und das Risiko einer Belastung der IT-Geräte, von Ausfallzeiten sowie von Schwierigkeiten bei der Einhaltung von SLA-Vorgaben erhöhen.

Mehr darüber, wie Sie Energiekosten senken können, erfahren Sie in diesem Vaisala eGuide: Reduzierung des Kühlenergieverbrauchs im Rechenzentrum durch präzise Messungen.

Proaktives Lebenszyklusmanagement gewährleistet Messstabilität und -genauigkeit

Eine sorgfältige Planung ist notwendig, um die langfristige Genauigkeit und Stabilität der Sensoren zu gewährleisten, die Temperatur, Feuchte und andere für die Zustandsüberwachung von Rechenzentren wichtige Parameter messen. Wenn Hunderte oder sogar Tausende von Sensoren überwacht und gewartet werden müssen, kann die administrative und operative Belastung für Betriebsleiter*innen enorm sein. Ein schlecht verwalteter Prozess kann zudem kostspielige Konsequenzen haben.

Mit einem strukturierten Ansatz für das Lebenszyklusmanagement meistern Rechenzentrumsbetreiber diese Herausforderung durch:

  • akkreditierte Kalibrierung
  • Pools für Austauschsonden
  • vorrangige Unterstützung durch Fachkräfte
  • Abdeckung durch Garantieverlängerung
  • Servicedokumentation
  • digitales Serviceportal für Dokumentation und Kalibrierungsverfolgung
  • optionale Vor-Ort-Verifizierung und -Kalibrierung

Dies hilft Betreibern, unvorhergesehene Servicefälle zu reduzieren, Verfügbarkeitsziele und die Einhaltung von SLAs zu unterstützen und die messbezogene Serviceplanung planbarer zu gestalten. Sind Services entsprechend dem vereinbarten Umfang strukturiert, lassen sich auch messbezogene Kosten leichter planen..

Vaisala Service Center calibration
Kalibrierung im Vaisala Service-Center

Dies hilft Betreibern, unvorhergesehene Servicefälle zu reduzieren, Verfügbarkeitsziele und die Einhaltung von SLAs zu unterstützen und die messbezogene Serviceplanung planbarer zu gestalten. Sind Services entsprechend dem vereinbarten Umfang strukturiert, lassen sich auch messbezogene Kosten leichter planen.

Wie Vaisala Care für Rechenzentren das Messlebenszyklusmanagement unterstützt

Vaisala Care für Rechenzentren ist ein Lebenszyklus-Service-Angebot. Je nach dem im Servicevertrag vereinbarten Umfang kann dies die Verifizierung von Vaisala-Instrumenten und ausgewählten, von Vaisala genehmigten Drittanbietergeräten vor Ort umfassen. Für Vaisala-Instrumente kann der Service auch den Austausch von Sensorsonden durch vorkalibrierte Sonden sowie sowie Optionen für die Vor-Ort-Kalibrierung umfassen

Standortprüfungen und Sensorbewertungen können dabei helfen, Bedarf an Kalibrierung, Wartung und Hardwareaustausch zu identifizieren. Die Ergebnisse können als Grundlage für Empfehlungen dienen und Betreibern helfen, Messlebenszyklusaktivitäten an verschiedenen Standorten zu planen.

Eine weitere mögliche Anwendung ist der geplante Austausch von Sonden in Installationen mit einer Installationen mit kaskadierten Sensoren. In dieser Konfiguration sind mehrere Sensoren entlang eines einzigen Kabels verbunden, das durch einen Servergang verläuft. Dank des Plug-and-Play-Designs lassen sich Sensoren neu positionieren, wenn sich die Rack-Layouts ändern.

Für Installationen mit Vaisala HMP113 Temperatur- und Feuchtesonden könnte ein Servicemodell beispielsweise einen dedizierten Bestand kalibrierter Vaisala XMP10 Ersatzsonden vor Ort beinhalten. Das technische Personal des Betreibers könnten die Ersatzsonden installieren und die gebrauchten Sonden zur Wartung und Kalibrierung an Vaisala zurücksenden, sodass die Messgenauigkeit bei minimaler Beeinträchtigung des laufenden Betriebs erhalten bleibt. Nach diesem Modell würde ein Vaisala Care Servicevertrag den Umfang des Sondenservices, der Lagerauffüllung und der Verantwortlichkeiten der jeweiligen Parteien definieren.
 

Messzuverlässigkeit planbar sicherstellen

Für Betreiber von Rechenzentren besteht die Herausforderung nicht nur darin, einzelne Instrumente kalibriert zu halten. Es geht darum, die Messleistung großer und häufig verteilter Messgeräteflotten zu managen, ohne unnötigen Mehraufwand zu verursachen oder den laufenden Betrieb zu stören.

Ein strukturiertes Lebenszyklusmanagement sorgt dabei für mehr Planbarkeit. Durch die Kombination von akkreditierter Kalibrierung, proaktivem Service und Expertenunterstützung können Betreiber die messbezogene Arbeitsbelastung reduzieren und gleichzeitig das Vertrauen in die Daten erhalten, die der Kühlleistung, Energieeffizienz, SLA-Nachverfolgung und Betriebssicherheit zugrunde liegen.

Erfahren Sie mehr über Vaisala Care für Rechenzentren 
 

David Murray
David Murray
Senior Sales Manager für kritische Gebäude
Vaisala
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