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Die Schönheit von Holzes hervorbringen

Furnierblätter
Lohja
Finland
Published: Okt. 6, 2017
Industrielle Messungen

Furniertrocknung mit Feuchtigkeitskontrolle

Einer der führenden Hersteller von Forstprodukten, UPM, stellt unter anderem spezielle Furniere her, die unter der Marke WISA vertrieben werden. In der Holzmühle Lohja Veneer in Finnland werden jährlich etwa 14.000 m3 Birken- und Pinienfurnier für Märkte in aller Welt hergestellt. Die Endanwendung dieses wunderschönen Materials ist die Herstellung von Möbeln, Türen und Inneneinrichtungen verschiedener Art. Beim Trocknungsvorgang des Furniers zählt die Fabrik auf die äußerst belastbaren Taupunkttransmitter von Vaisala. Furniere sind dünne, flächige Abschnitte vom Holz, mit einer typischen Stärke zwischen 0,5 und 3,0 mm. Furnier wird in extrem dünne Platten geschnitten und lässt sich dann auf Kernplatten verschiedener Materialien aufleimen oder  pressen, aus denen dann Möbel, Türen und Inneneinrichtungen gefertigt werden. Die dekorativen Endanwendungen bedingen hohe Anforderungen an die Steuerung des Produktionsprozesses der Furniere. Am wichtigsten ist der Trocknungsprozess, bei dem die akkurate Taupunktsteuerung sicherstellt, dass jederzeit Furniere in bester Qualität produziert werden.
 

Furnierherstellung Schritt für Schritt

Bei der Furnierproduktion ist einer der ersten Schritte das Kochen des Rundholzes. Aus dem nassen Rundholz werden dann flache Scheiben geschnitten, ganz ähnlich wie bei Salamischeiben im Feinkostgeschäft. Das Furnier wird dann in eine Trockenpresse eingeführt, wo es zwischen zwei Förderbändern durch den Hochtemperaturtrockner läuft. Bei modernen Trocknern ermöglichen separate Zonen eine genaue Kontrolle und Nachführung der Innentemperatur und -feuchtigkeit des Trockners. Das Furnier verlässt Blatt für Blatt den Trockner und ist dann bereit für die Klassifizierung, für den Schnitt in passende Größen und Bündelung.

Eine Holzmühle auf dem neuesten Stand der Technik

Sami Janhunen arbeitet als Fabrikingenieur bei der Furniermühle von UPM in Lohja, Finnland. In seiner Verantwortung liegen die Erhaltung und Fortentwicklung der Produktionsausstattung im Werk. Vor etwa einem Jahr wurde ein großes Projekt umgesetzt, als große Teile der Ausrüstung modernisiert wurden, um die höchste Qualität und Kapazität zu erreichen und die Anforderungen an die Arbeitssicherheit zu erfüllen. Dies erfolgte in Zusammenarbeit mit Raute, dem globalen Marktführer bei der Ausstattung ganzer Fabriken in der Branche der Furnierholzprodukte. Der Gerätevertrieb Raute wählte zu dieser Zeit die Vaisala DRYCAP® Taupunkttransmitter DMP246 als Messinstrumente für die Messung zur Steuerung der Feuchte im Trockner. Dieses Produkt wurde inzwischen durch den DMT346 ersetzt.

Zuvor wurde in der Holzmühle in Lohja die Feuchtigkeit im Trockner nicht gemessen, und der laufende Betrieb hing ganz von der großen Erfahrung und dem handwerklichen Können des Bedienenden ab. Auch heute noch sind professionelle Fähigkeiten wichtig, und kein Parametersatz ist so genau wie das menschliche Auge, um das Erscheinungsbild des Furniers zu beurteilen. Die Online-Messung von Daten erzeugt jedoch eine völlig neuartige Grundlage für die Prozesssteuerung.

Qualität durch Taupunktüberwachung

Janhunen erklärt: „Qualität ist unser größter Antrieb, und hierfür spielt der Trocknungsprozess eine wichtige Rolle. Das Furnier muss gut getrocknet werden, damit es flach, flexibel und für die Weiterverarbeitung geeignet ist. Unsere Kunden spalten das Furnier weiter in Blätter auf, und damit dieser Vorgang funktioniert, muss der Feuchtegehalt des Furniers auf einem geeigneten und immer gleichen Level sein. Zu trockenes Furnier kann beim Spalten Probleme verursachen, da es spröde wird und brechen kann. Aus Sicht des Furnierfabrikanten ist zu starkes Trocknen unökonomisch in Hinsicht auf Energieverbrauch und Kapazitäten sowie auch im Verlust der hohen Furnierqualität.“

Direkter Einbau ohne Messzellensysteme

Die Feuchtigkeit innerhalb eines Trockners wird mit Vaisala DRYCAP® Taupunkttransmittern DMP246 gemessen, die direkt in verschiedenen Zonen des Trockners installiert werden. Es sind keine komplizierten Probennahmesysteme erforderlich. Die Messinformationen werden mit den Betriebssystem des Trockners verknüpft, bei dem alle relevanten Informationen zusammenlaufen, die für den laufenden Betrieb erforderlich sind. Die Daten dieses PLC-basierten Systems können auf Monitoren am Arbeitsplatz des Bedienenden abgelesen werden, und Änderungen der Betriebsbedingungen werden auf Touchscreens vorgenommen.

Janhunen sagt, dass die Geräte von Vaisala ihre Erwartungen sehr gut erfüllen: „Die Messgeräte verfolgen die Änderungen im Trocknungsprozess zufriedenstellend. Nach der Aktualisierung der Fabrik, die für uns in jeder Hinsicht positiv verlief, erfüllen sie ihre Rolle perfekt.“

DMP246 wird durch DMT346 ersetzt.

Der Artikel wurde erstmals in 175/ 2007 veröffentlicht (Liisa Åström, Vaisala, Helsinki, Finnland).