Die Arbeit mit Druckluft von guter Qualität

Druckluft von guter Qualität für Züge, dank Vaisala
Norway
Industrielle Messungen

Druckluft in guter Qualität ist unverzichtbar für die Zuverlässigkeit und Sicherheit von Bahnverkehrsunternehmen. Verschmutzung erhöht die Betriebskosten und die Routinewartung auf vielerlei Art und Weise.

Die Qualität der Druckluft hat erheblichen Einfluss auf die Zuverlässigkeit von zahllosen Rollmaterial-Anwendungen in modernen Zügen. Zum Beispiel werden das Bremssystem, die Kupplungen, das Lüftungssystem und die pneumatischen Türen von Zügen allesamt mit Druckluft betrieben. Daher hat die Qualität der Druckluft direkten Einfluss auf die Sicherheit des gesamten Zuges.

Kurz gesagt: Druckluft in Schienenfahrzeuganwendungen muss sehr sauber und trocken sein, egal welche Bedingungen herrschen. Die häufigsten Verschmutzungen von Druckluft sind Wasser, Öl und Staub. Das ist nicht überraschend, denn die meisten Anwendungen finden zumindest teilweise draußen statt und sind stark veränderlichen Bedingungen, Temperatur und Feuchtigkeit, Regen und Schnee ausgesetzt.

Die Lösung heißt Taupunktüberwachung

Das norwegische Unternehmen Nordisk TogTeknikk ANS (NTT) hilft den Betreibern von Rollmaterial im Bereich Druckluft schon seit über 10 Jahren. Mit Sitz in Oslo ist das Unternehmen auf die Verwaltung von Rollmaterial, Bauteilüberholung und Reparatur, Modifizierungen sowie Produktentwicklung und -implementierung spezialisiert.

„NTT ist das einzige Unternehmen auf dem Nordischen Markt mit moderner Testausrüstung für Kompressormodule, mit welcher es möglich ist, die Kompressorleistung im Hinblick auf alle damit verbundenen Parameter zu messen. Einer unserer stärksten Bereiche ist die Implementierung vollautomatischer und fortwährender Taupunktmessung bei Zügen“, sagt Einar Hageskal, Besitzer des Unternehmens. Der Taupunkt ist einer der wichtigsten zu überwachenden Parameter, um die Druckluftqualität zu jeder Zeit zu gewährleisten. Überschüssige Feuchtigkeit kann beispielsweise in Druckluftsystem einfrieren, Verstopfungen oder sogar geborstene Luftleitungen zur Folge haben und Schäden an den Pneumatikzylindern hervorrufen, wodurch der Betrieb der Türen und Bremsen beeinträchtigt wird. Auch wenn kein Einfrieren festzustellen ist, greift das Wasser Metalloberflächen an, und Wasser, Öl und Rost beschleunigen gemeinsam den Verschleiß.

Compressed air

 

Vorteile einer kontinuierlichen Überwachung

Zusätzliche Vorteile können erzielt werden, indem die kontinuierliche Überwachung anstelle der punktweisen Überprüfung der Taupunktwerte in Intervallen genutzt wird. „Ein Online-System für die Taupunktüberwachung ermöglicht es dem Betreiber, Störungen zeitnah zu lokalisieren und zu korrigieren. Die Feuchtigkeit kann von Filtern oder Umgebungslufttemperaturschwankungen um den Trockner oder vom gesättigten Silicagel im Schachttrockner stammen, was ohne Online-Überwachung schwierig festzustellen ist“, beschreibt Hageskal.

Wo auch immer die Feuchtigkeit herkommt: die frühzeitige Entdeckung des Problems hat zur Folge, dass Korrektivmaßnahmen schneller eingeleitet werden können. Es hilft auch bei der Vermeidung größerer Probleme, die zu längeren und teuren Stillständen und Kapazitätsausfällen führen. Laut Einar Hageskal muss ein Zug zum Trocknen eine ganze Woche ins Depot, falls Feuchtigkeit in das Druckluftsystem eindringt – so lange dauert es, bis das System wieder austrocknet.

Die kontinuierliche Überwachung hat außerdem den Vorteil, dass Wartungsmaßnahmen in größeren Abständen und ohne Störungen im Schienenfahrzeugbetrieb durchgeführt werden können.

Gesucht wird: Eine stabile, präzise und kosteneffiziente Lösung

Um das Problem der fortgesetzten Überwachung zu lösen, half Nordisk Tog Teknikk einem seiner Kunden, eine große Auswahl an Taupunktmessgebern durchzugehen, um das richtige Instrument zu finden. Sie brachten drei Alternativen zur Diskussion, eine davon war der Vaisala DRYCAP® Taupunkt-Messgeber DMT348. Alle drei Geräte wurden sowohl unter Laborbedingungen als auch an im Einsatz befindlichen Zügen umfangreichen Tests unterzogen, um herauszufinden, welches auch unter wechselnden und harten klimatischen Bedingungen die zuverlässigsten Messergebnisse liefern würde.

„Die Anforderung durch den Kunden bestand darin, dass das Instrument auch bei einem Taupunkt von –30 ºC noch zuverlässig arbeiten sollte. Der Messgeber sollte auch an verschiedene Zugmodelle anpassbar sein, und er sollte aus Materialien hergestellt sein, die einen Betrieb für mindestens 10 Jahre garantieren können“, beschreibt Hageskal und fügt hinzu:

„Schließlich wählte der Kunde den DMT348. Die endgültige Entscheidung wurde auf Grundlage der Kosteneffizienz getroffen, und der Tatsache, dass Vaisala in der Lage war, das Produkt so zu modifizieren, dass es die Bedürfnisse des Kunden erfüllte.“

Der Messwertgeber bietet jetzt einen Display-Alarm, der das Personal im Zug warnt, wenn ein voreingestellter Taupunkt-Alarmpegel überschritten wird.

Dasselbe Messsignal kann auch dem Steuerungssystem des Zuges zugeführt werden. Der DMT348 bietet auch Fähigkeiten zur Protokollierung, was wichtig ist, um Trends im Taupunktverlauf einfach erkennen zu können 

Die Bewährungsprobe: ein harter Winter

In vielen Teilen Europas haben die große Kälte und der viele Schnee der letzten Winter die Taupunktmessgeräte auf eine harte Probe gestellt, so dass die Taupunktmessgeräte unter harten und herausfordernden Bedingungen ihre einwandfreie Funktion zeigen konnten. Die Überwachung der Feuchte in Druckluftsystemen half den Bahnbetreibern, verschiedene Herausforderungen zu bewältigen.

 

Vaisala DMT348 gehört zur Baureihe DMT340.